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Entdeckung - 19. und 20. Juli 2006

Am Abend entdecke ich einen fast 2cm großen Knoten, direkt vor dem Hintern am Bauch von Mink. Kugelrund, verschiebbar. Es ist klar, dass es ein Tumor ist.
Ganz am Ende mit den Nerven hab ich bei der Tierärztin angerufen und als die schon nicht mehr da war im Telefonbuch eine in der Gegend gefunden, die Spezialistin für Kleintiere und Chirurgie ist. Dort hab ich für den nächsten Tag einen Termin ausgemacht.

Am 20.Juli war ich am ehesten besorgt, ob ich die Ratte überhaupt lebendig zum Tierarzt bringe. Bei über 35°C im Bus zu fahren war wie im Backofen.
Die Ärztin musste nicht lange schauen, um ihre Diagnose zu haben: mammatumor re. inguinal


Der Tumor an der untersten Zitze



Vorbereitung - 27. Juli 2006

Am Tag vor der OP wird der Tumor von der Ärztin vorort angesehen. Er liegt gefährlich dicht an Blase und Darm. Und er ist seit der Entdeckung mindestens nochmal das Doppelte gewachsen.
Ich bekomme von Freunden einen Krankenkäfig aus Plastik, der ist sehr gut. Mink kann darin nicht klettern. Sie bekommt ein Häuschen, Fressnapf und Trinknapf, alles ist mit Handtüchern ausgelegt.
Am nächsten Tag, 15:30 Uhr habe ich den OP-Termin.
Gott sei Dank braucht man bei Ratten keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen treffen wegen Ernährung.


Die OP - 28. Juli 2006

Freitag Nachmittag ist es soweit. Mink bekommt eine minimale Einheit Beruhigungsmittel. Dann wird sie per Inhalationsnarkose betäubt und operiert. Das sieht gruslig aus, dieses riesige Inhalationsgerät (Gasflasche etc.) für diese winzige Ratte!
Die OP verläuft gut. Nach einer Stunde bekomme ich einen Anruf, dass ich sie in einer halben Stunde abholen kann. Da hat sie bereits ein Stück Drop und etwas Vitaminpaste gefressen.
Sie sieht bedauernswert aus, total neben der Spur. Sie hüpft aus der Box und fällt wieder runter. So recht kann sie sich nicht auf den Beinen halten und checkt vor allem nicht, was eigentlich gerade mit ihr passiert ist.
Sie hat eine Naht unter der Haut, eine für die Haut und dann noch zwei Klammern bekommen. Falls sie sich unbedingt etwas ziehen möchte, kann sie sich also etwas vorarbeiten, ohne dass sooo viel passiert. Das Ganze ist komplett mit Silberspray fixiert, das Mink schon fleißig überallhin verteilt.
Zur Behandlung zuhause hab ich Baytril und Metacam gegen die Schmerzen bekommen. Das bekommt sie jeden Tag. Außerdem bekomme ich einen Termin für das Ziehen der Klammern, so sie bis dahin noch dran sind.


Minks OP-Narbe einen Tag danach


Diagnose 2

Der Tumor ist ein Fleischklumpen in Größe und Form eines Wachteleis. Ich darf ihn mir ansehen. Das hängt vor allem damit zusammen, dass ich sehen kann, dass sich darin Milch befindet. Minks Milchdrüsen waren aktiv.
Weil Mink keine Babys hatte, deutet das auf einen Hypophysentumor hin. Also ein Tumor im Gehirn. Das würde auch Mink`s übertrieben launisches Verhalten erklären. Sie hat einfach Probleme mit den Hormonen.
Mir wird auf den Weg gegeben, woran ich merke, dass sie schmerzen hat. An der Haltung der Pfötchen, extremer Sekretbildung. Wenn sie zur Seite kippen sollte, einen Schiefkopf entwickelt. Dann sollte ich sie nicht mehr behandeln, sondern erlösen.
Das kann in ein paar Tagen oder auch Wochen der Fall sein.


Mink`s Krankenkäfig


Der Tag danach... - 28.Juli - 01.August 2006

Mink zieht in ihren Krankenkäfig ein. Es stört sie sehr, dass sie nicht zu den anderen darf. Aber noch ist sie zu bedröppelt, um sich wirklich dagegen zu wehren.
Sie hat keine wirklichen Klettermöglichkeiten, nur einen Futterteller, eine Trinkschale und ein Tellerchen für Brei. Davon frisst sie die nächsten Tage gerne. Alles, was weich und süß ist. Apfelbrei, weiches Obst und Gemüse, später startet sie mit Haferflocken, Vitaminpaste, und getrunken wird nur Karottensaft.
Typisch Mink hat sie sich gleich noch am ersten Tag eine Klammer rausgezogen und den äußeren Faden. Typisch ^^ Aber Gott sei Dank hält dann alles gut. Sie bekommt immer wieder Desinfektionsmittel drauf und gut isses.
Die ersten zwei Tage bekommt sie Metacam, ein Schmerzmittel. Und ab nun etwa zwei Wochen lang zweimal täglich Baytril.
Fit ist sie sehr schnell wieder. Und ihr ist furchtbar langweilig. Also richtet sie ziemliches Chaos in ihrem Käfig an. Jeden Tag kann ich aufräumen und sie rausnehmen, damit sie sich nicht gar so langweilt.
Ab und zu darf sie sich mit den anderen Mädels treffen, damit die sie nicht vergessen. Die Treffen laufen jeweils friedlich ab, super!

Schlusskontrolle - 01.August 2006

Nachdem Mink nach 5 Tagen noch nichts festes frisst, nehme ich sie schon ein paar Tage früher mit zur Tierärztin. Die ist begeistert, alles verheilt super. Die zweite Klammer ist mittlerweile auch schon weg und die Ärztin stellt staunend Fest, dass Mink die erste Ratte seit Ewigkeiten ist, die es geschafft hat, sich alle Klammern und Fäden zu ziehen!
Aber trotzdem sieht alles gut aus. Mink wiegt zwar 20g weniger als vor der OP, aber das ist das Gewicht des Tumors. Das soll die nächste Zeit weiter beobachtet werden, aber ansonsten ist alles palette. Offizielle Erlaubnis, Mink wieder zu den anderen zu lassen.

Und genau das passiert am Abend auch. Rein in die gute Stube!
Mink freut sich riesig und die anderen begrüßen sie freudig.
Zuerst wollte ich sie über Nacht noch in den Krankenkäfig setzen, aber es läuft so gut, dass ich sie da lasse. Und Mink macht sich gut, wie immer. Sie schmust nur noch ein bischen mehr mit den anderen, als vorher.
Sie ist sichtlich zufrieden, wie es ist. Und es geht ihr gut!
Hoffentlich noch sehr lange!


Mink und Lola



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